Pressemitteilung vom 19.09.2014

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Arbeitsbedingungen in der Pflege müssen sich endlich verbessern

„Die Pflegenden arbeiten am Limit“, betont Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, angesichts der jetzt veröffentlichten Ergebnisse einer Umfrage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).  
Laut der BAuA-Umfrage sind die professionell Pflegenden wesentlich höheren körperlichen und zeitlichen sowie psychischen Anforderungen unterworfen als Erwerbstätige außerhalb der Pflege. „Das ist ein bedrohliches Ergebnis“ mahnt Westerfellhaus, der die Umfrage als erneutes Warnsignal an alle Verantwortlichen sieht.
 
Die Berufsgruppe der Pflegenden wird angesichts der demografischen Entwicklung immer wichtiger, betont Westerfellhaus weiter. „Wir müssen um Nachwuchs werben und das vorhandene Personal halten. Das kann nur gelingen, wenn die Arbeitsbedingungen in der Pflege attraktiv sind. Es zeigt sich, dass diese neu justiert werden müssen.“ Westerfellhaus fordert rasche Maßnahmen: „Als Deutscher Pflegerat rufen wir die Politik, die Arbeitgeber wie auch die Kostenträger dazu auf, umgehend die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sich die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der professionell Pflegenden endlich verbessert“.
 
Wesentliche Ansatzpunkte sind für den Präsidenten des Deutschen Pflegerats dabei u. a. „mehr Personal, eine höhere Bezahlung, eine bessere Arbeitsorganisation, ein auf die Pflegenden angepasstes Gesundheitsmanagement sowie mehr Wertschätzung“.

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