Pressemitteilung vom 01.09.2014

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Die generalistische Pflegeausbildung ist der richtige Weg

Deutscher Pflegerat trägt die wesentlichsten Argumente zusammen

"Der Weg zu einer einheitlichen Ausbildung der Pflegeberufe ist der richtige Weg", betonte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, heute in Berlin. Zum Thema "Generalistik" hat der Deutsche Pflegerat (DPR) jetzt die wesentlichsten Argumente zusammengetragen. Zu finden sind diese unter www.generalistik-jetzt.de und www.deutscher-pflegerat.de.

Der Deutsche Pflegerat setzt sich für die generalistische Pflegeausbildung ein und fordert die Zusammenführung der drei Pflegefachberufe "Altenpflege", "Gesundheits- und Krankenpflege" und "Gesundheits- und Kinderkrankenpflege" zu einem Beruf mit Schwerpunktsetzung. Spezialisierungen sollen im Anschluss an die Berufsausbildung folgen. "Dadurch entsteht ein neuer Pflegeberuf", so Westerfellhaus weiter, der betont, dass es "keinen Sinn macht im Berufsprofil zwischen Altersgruppen zu unterscheiden". Die Grundelemente der Pflege seien immer gleich und könnten daher auch in einer Ausbildung vermittelt werden", zeigt sich der DPR-Präsident überzeugt.

Franz Wagner, Vize-Präsident des DPR, sieht in der generalistischen Pflegeausbildung eine der Antworten auf den demographischen Wandel. Immer mehr alte und hochbetagte Patientinnen und Patienten mit multimorbiden Erkrankungen und zunehmenden Alterserkrankungen wie Demenz werden in Krankenhäusern versorgt. Gleichzeitig nehme in der stationären Altenpflege die Anzahl der Pflegebedürftigen zu, die eine medizinisch orientierte Versorgung benötigen. "Das macht eine Neuverteilung von Aufgaben und damit veränderte Kompetenzprofile erforderlich, die ausgebildet werden müssen. Die Antwort auf diese Herausforderungen ist die generalistische Pflegeausbildung", betont Wagner.

"Die Investitionen in die Pflegebildung können jedoch nur Nachhaltigkeit entfalten, wenn gleichzeitig die Rahmenbedingungen der pflegerischen Arbeit verbessert werden", ergänzt Westerfellhaus. Dazu bedürfe es einer angemessenen Personalausstattung sowie einer Vergütung, die der Qualifikation und Verantwortung entspreche. Weiter erforderlich sei eine Definition von Verantwortungs- und Gestaltungsräumen für die Berufsangehörigen sowie Berufsperspektiven, die Karriereoptionen eröffnen und eine Berufsausübung bis zum Eintritt ins Rentenalter möglich machen.

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