Berlin 17.05.2011 – Der Hauptstadtkongress zeigte sich auch in diesem Jahr als zentrales Forum für die Pflege. Laut Veranstalter stiegen die Besucherzahlen aus den Reihen der Pflege im Vergleich zum vergangenen Jahr leicht an – prall gefüllte Veranstaltungssäle und großes Interesse am Stand des Deutschen Pflegerats e. V. (DPR) bestätigten den positiven Trend. Der Präsident des DPR zog eine durchweg positive Bilanz.
„Die positive Stimmung in der Pflegebranche ist trotz der durchaus schwierigen Zeiten beeindruckend und sendet genau das richtige Signal“, so Westerhaus nach dem Hauptstadtkongress zufrieden. Der DPR weise seit langem darauf hin, dass der gleichberechtigte Weg der Pflege zwar gerade erst begonnen habe und die Dimensionen der Herausforderungen enorm seien. Entscheidend aber sei die deutliche Wahrnehmung der aktiven Pflegebranche als Expertengruppe insgesamt, die eine deutlich spürbare konstruktive Aufbruchstimmung mit sich brächte.
„Wir haben auf dem Hauptstadtkongress mehrfach bekräftigt, dass mit der Pflege weiterhin zu rechnen ist - ich denke, die Botschaft ist angekommen und gemeinsame Gespräche mit den anderen verantwortlichen Disziplinen der Gesundheitswirtschaft bestätigen dieses eindeutig“, so Westerfellhaus. Die Positionen, Überzeugungen, Forderungen und Angebote der Pflege lägen offen dar und er werde sich weiterhin dafür einsetzen, dass die Pflegegremien in alle relevanten Reformprozesse gleichberechtigt einbezogen werden. Der DPR werde keine Alleingänge ohne Beteiligung der Pflege hinnehmen. Ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem entstehe nur im konstruktiven Dialog, dem schnell sichtbare Taten folgen müssten.
Westerfellhaus demonstriert Entschlossenheit: „Der Hauptstadtkongress war ein guter Zukunftsimpuls für die Pflege. Wir werden viel positive Energie brauchen und ich möchte jeden ermuntern, die Pflege weiterhin aktiv zu vertreten, Ideen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen.“ Das Gut Gesundheit müsse insgesamt einen höheren Stellenwert bekommen, forderte der DPR Präsident und ergänzte: „Wer verlässliche Gesundheitsversorgung verspreche, müsse mehr Geld, mehr Personal, mehr Arbeit, mehr Respekt und mehr Herzblut für ein nachhaltiges System aufbringen. Gesundheit ist d i e zentrale gesellschaftliche Aufgabe der Zukunft, die nur gemeinsam erfolgreich zu gestalten ist.“