Altenpflege pro Generalistik

„Ich unterstütze die generalistische Pflegeausbildung, welche die Altenpflege, die Gesundheits- und Krankenpflege und die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zu einem neuen, gemeinsamen Pflegefachberuf mit Schwerpunktbildung zusammenführt. Die generalistische Pflegeausbildung qualifiziert für alle Bereiche der Pflege. Sie gewährleistet, dass sich der Beruf den veränderten Anforderungen an die Pflege anpasst und damit zukunftsfest wird. Die generalistische Ausbildung steigert die Attraktivität des Berufes und ist international anschlussfähig: sie führt automatisch zur Anerkennung des Berufsabschlusses in Europa gemäß den Anforderungen der EU-Richtlinie 2013/55/EU. Studien belegen eindeutig, dass die generalistische Ausbildung notwendig, machbar und fachlich erforderlich ist.“
 

Katrin Altpeter
Ministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren von Baden-Württemberg
Gelernte Altenpflegerin

 

 

 


 

Stefan Werner
Vizepräsident des DBfK, Altenpfleger und Diplom-Pflegewirt (FH),
Altenpfleger

 

 

 

 

 

 

Dr. Margareta Halek
Gruppenleiterin des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in Witten
Altenpflegerin

 

 

 

 

 

Christine Eibeck
Pflegedienstleitung des ambulanten Pflegedienstes  der Tertianum Residenz Berlin
Altenpflegerin

 

 

 

 

 

 

Philipp Seifert
Pflegedienstleiter, Berater für Altenpflegeeinrichtungen,
Bachelor of Arts im Bereich Management im Gesundheitswesen
Altenpfleger

 

 

 

 

 

Ingo Planitz
Dipl. Pflegewirt (FH), Schulleiter einer Altenpflegeschule
Altenpfleger

 

 

 

 

 

 

Wenn Wenn Sie die o.g. Aussage unterstützen und in der Altenpflege arbeiten, Träger einer Altenpflegeeinrichtung sind oder in einer Altenpflegeschule arbeiten, würden wir uns freuen, wenn Sie Ihre Zustimmung dokumentieren. Sie können uns entweder eine formlose E-Mail schreiben (info@deutscher-pflegerat.de) oder diese Unterschriftenliste herunterladen und unterschrieben an uns zurück senden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Pressemitteilungen zum Pflegeberufsgesetz

Die Bundesregierung hat im November 2015 den Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeberufe vorgelegt, der die Zusammenführung der drei Pflegefachberufe (Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege) zu einem neuen Pflegeberuf mit Schwerpunktbildung regelt. Inzwischen gibt es verschiedene Reaktionen auf den Gesetzentwurf. Lesen Sie hier die Pressemitteilungen

 

Die generalistische Pflegeausbildung

Für die generalistische Pflegeausbildung werden die drei Pflegefachberufe "Altenpflege", "Gesundheits- und Krankenpflege" und "Gesundheits- und Kinderkrankenpflege" zusammengeführt. Es entsteht ein neuer Pflegeberuf mit Schwerpunktsetzung.

Die Ausbildung führt zu einem einheitlichen Berufsabschluss und einer einheitlichen Berufsbezeichnung. Die Anforderungen der EU-Richtlinie 2013/55/EG werden bei der Zusammenführung erfüllt. Damit kann der Berufsabschluss in Europa automatisch anerkannt werden. Ein neues Berufsgesetz regelt die Rechte und Pflichten der Berufsangehörigen und definiert die prioritär vorbehaltenen Aufgaben der Pflege. Spezialisierungen folgen im Anschluss an die Berufsausbildung. Erstausbildung und Spezialisierungen ermöglichen lange Berufskarrieren im Sinne des lebenslangen Lernens.

Der Deutsche Pflegerat e.V. setzt sich für die generalistische Pflegeausbildung ein.
Weitere Forderungen zur Pflegeberufsausbildung   >>

  • Herauslösung der pflegeberufsbildenden Schulen aus der organisatorischen und wirtschaftlichen Verantwortung der Träger von Gesundheitseinrichtungen
  • Etablierung der Pflegeerstausbildung an höheren Berufsfachschulen nach Landesrecht wie auch an Hochschulen - nur so können Bildungsstandards gesichert und der Anteil von akademisch ausgebildeten Pflegenden perspektivisch gesteigert werden
  • Verbesserung der Durchlässigkeit im Bildungssystem
  • Verbesserung der Praxisanleitung

Diese Investitionen in die Pflegebildung können nur Nachhaltigkeit entfalten, wenn gleichzeitig die Rahmenbedingungen der pflegerischen Arbeit verbessert werden:

  • Angemessene Personalausstattung
  • Vergütung, die der Qualifikation und Verantwortung entspricht
  • Definition von Verantwortungs- und Gestaltungsräumen für die Berufsangehörigen, die auch die Ebene der Selbstverwaltung zum Nutzen der betroffenen Menschen ausschöpft
  • Berufsperspektiven, die Karriereoptionen eröffnen und eine Berufsausübung bis zum Eintritt ins Rentenalter möglich machen

Wieso generalistische Pflegeausbildung?
Die wichtigsten Argumente   >>

Die demographische Entwicklung führt zu einem steigenden Bedarf an pflegerischer Unterstützung und Betreuung von Menschen, die pflegebedürftig sind, an einer chronischen oder akuten Krankheit leiden, präventive oder rehabilitative Maßnahmen erhalten oder am Ende ihres Lebens palliativ versorgt werden. Zugleich sinkt die Zahl der Schulabgänger. Diese Herausforderungen verlangen eine umfassende Investition in die Pflegebildung zur qualitativen und quantitativen Sicherstellung der professionellen pflegerischen Versorgung der Bevölkerung.


Das sagen Schülerinnen und Schüler >

Das sagen Expertinnen und Experten


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Andreas Westerfellhaus

Weil die Grundelemente der Pflege immer dieselben sind, macht es keinen Sinn bei den Versorgungssystemen zwischen alten und jungen Patientinnen, Patienten oder Pflegebedürftigen zu unterscheiden.

Andreas Westerfellhaus
Präsident des DPR

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In den letzten Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass in Krankenhäusern immer mehr alte und hochbetagte Patientinnen und Patienten mit multimorbiden Erkrankungen und zunehmenden Alterserkrankungen wie Demenz versorgt werden müssen. Gleichzeitig nimmt in der stationären Altenpflege die Anzahl der Pflegebedürftigen zu, die eine medizinisch orientierte Versorgung benötigen.
Deshalb macht es keinen Sinn, bei den Versorgungssystemen zwischen alten und jungen Patientinnen und Patienten bzw. Pflegebedürftigen zu unterscheiden. Denn die Grundelemente der Pflege sind immer gleich und bestehen in der Unterstützung der zu pflegenden Menschen auf der Grundlage einer geplanten Pflege, der Information und Beratung dieser Menschen und ihrer Angehörigen sowie koordinierenden Aufgaben im Umfeld der Versorgung. Diese Kompetenzen braucht jede Pflegefachperson - daher können sie auch gemeinsam vermittelt werden.


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Franz Wagner

Durch die begrenzten Ressourcen bei der Gesundheitsversorgung ist eine Neuverteilung von Aufgaben und damit veränderten Kompetenzprofilen erforderlich, die ausgebildet werden müssen. Dazu brauchen wir die generalistische Ausbildung.

Franz Wagner
Vize-Präsident des DPR, Bundesgeschäftsführer des DBfK

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Der Pflegeberuf steht vor großen Herausforderungen: Der demographische Wandel führt zu einer Zunahme älterer und einer gleichzeitigen Abnahme jüngerer Menschen, die die allgemeinbildenden Schulen verlassen. Chronische Erkrankungen nehmen zu, das Wissen in Pflege und Medizin wächst und erneuert sich in kürzer werdenden Zyklen.
Gleichzeitig besteht ein Mangel in allen Gesundheitsprofessionen. Zusammen mit der Begrenzung materieller Ressourcen machen diese Umstände eine Neuverteilung von Aufgaben und damit veränderten Kompetenzprofilen erforderlich, die ausgebildet werden müssen. Die Antwort auf diese Herausforderungen ist die generalistische Ausbildung.


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Birgit Pätzmann-Sietas

Generell ist davon auszugehen, dass es einen einheitlichen Gegenstand der Disziplin Pflege gibt. Gleichzeitig ist die Schwerpunktsetzung „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ innerhalb einer dreijährigen generalistisch angelegten pflegeberuflichen Erstausbildung unverzichtbar.

Birgit Pätzmann-Sietas
Mitglied im DPR-Präsidium, Delegierte Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland (BeKD) e.V.

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Generell ist davon auszugehen, dass es einen einheitlichen Gegenstand der Disziplin "Pflege" und einen gemeinsamen Auftrag der Pflegeberufe gibt. Dem gemeinsamen Fundus an Wissen und Können wird durch einen generalistischen Ansatz der Pflegeausbildung Rechnung getragen.

Gleichzeitig ist die Schwerpunktsetzung „Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“ innerhalb einer dreijährigen generalistisch angelegten pflegeberuflichen Erstausbildung unverzichtbar. Mit dem Ausbildungsabschluss werden spezifische Kompetenzen in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege erworben. Damit wird der Verlust von Expertise und ein weiterer Fachkräftemangel in der ambulanten und stationären Gesundheits- und Kinderkrankenpflege verhindert.


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Gertrud Stöcker

Die Synthese aus Evaluationen einer Vielzahl von Ausbildungsmodellen belegt zum einen die Vereinbarkeit der Ausbildung mit der Richtlinie 2005/36/EG. Sie weist zum anderen die Integration der Ausbildungen in der Alten-, Gesundheits- und Kinder- sowie Gesundheits- und Krankenpflege in einen Ausbildungsgang mit einem generalistisch ausgerichteten Berufsabschluss eindeutig aus. 

Gertrud Stöcker
Vize-Präsidentin des DBfK, Vorstandsmitglied im deutschen Bildungsrat für Pflegeberufe

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Ausgangspunkt für eine europäische Verständigung zur generalistischen Pflegeausbildung waren Richtlinien der Europäischen Union (EU) aus dem Jahr 1977, insbesondere die Koordinierungsrichtlinie (77/452/EWG und 77/453/EWG). Diese regelte inhaltliche Vorgaben zur Ausbildung mit dem Ziel, die Ausbildung zur „Nurse responsible for general care“, also zur/zum Krankenschwester/-pfleger, die/der für die allgemeine Pflege verantwortlich ist, innerhalb der EU zu harmonisieren. Seit 2005 gilt für Deutschland die Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenpfleger/-in. Für diese ergibt sich daraus ein berufebezogenes automatisches Anerkennungsverfahren.

Nach 26 Jahren europäischer Entwicklung wurde eine grundlegende Aktualisierung der Mindestausbildungsanforderungen für u.a. Gesundheits- und Krankenpfleger/innen inhaltlich neu diskutiert. Die Ergebnisse ausführlicher Beratungen und Konsultationen führten zu einer Neufassung der Richtlinie über die Anerkennung von Berufsqualifikationen, die am 18.01.2014 in Kraft getreten ist und binnen zwei Jahren in nationales Recht zu implementieren ist (2013/55/EU). 

Die Übertragung dieser europäischen Ausbildungsanforderungen in deutsches Recht und in die deutsche Ausbildungspraxis wird bisher nur halbherzig verfolgt. Dem klaren Profil einer generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung stehen z.B. die aktuellen Berufszulassungsgesetze entgegen. Die Ergebnisse der Vielzahl von Ausbildungsmodellen wurden bisher nicht für eine Ausbildungsreform genutzt. Die Evaluationssynthese belegt zum einen die Vereinbarkeit der Ausbildung mit der Richtlinie 2005/36/EG und weist zum anderen die Integration der Ausbildungen in der Alten-, Gesundheits- und Kinder- sowie Gesundheits- und Krankenpflege in einen Ausbildungsgang mit einem generalistisch ausgerichteten Berufsabschluss eindeutig aus. 


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Peter Bechtel

Aus meiner Sicht führt kein Weg an der generalistischen Ausbildung mit Schwerpunktbildung vorbei. Wir können den Beruf nicht an Altersklassen ausrichten, die Zeiten sind vorbei. Wir haben heute in den Akutkrankenhäusern viele geriatrische Patienten und in den Heimen Bewohner mit einem hohen Behandlungspflegebedarf. Diese Vermischung wird in Zukunft noch zunehmen. 

Peter Bechtel
Pflegedirektor am Universitäts-Herzzentrum Bad Krozingen

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Aus meiner Sicht führt kein Weg an der generalistischen Ausbildung mit Schwerpunktbildung vorbei. Wir können den Beruf nicht an Altersklassen ausrichten, die Zeiten sind vorbei. Wir haben heute in den Akutkrankenhäusern viele geriatrische Patienten und in den Heimen Bewohner mit einem hohen Behandlungspflegebedarf. Diese Vermischung wird in Zukunft noch zunehmen.

Wir bekommen so ein attraktives Berufsbild, das alle Möglichkeiten offen lässt, daher kann ich diese Befürchtungen der Gegner, dass die Pflege nicht profitiert, so nicht nachvollziehen. Die generalistische Ausbildung wurde mehrfach über das ganze Land in Modellversuchen erprobt und evaluiert. Wir an unserer Schule in Bad Krozingen fahren seit zwei Jahren den generalistischen diesen Ansatz bei der Ausbildung mit Erfolg für alle Beteiligten.


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Franziska Rahmel

Der generalistische Ausbildungsansatz, mit der Möglichkeit Schwerpunkte zu setzten, ist ein wichtiger Anfang einer vielseitigen professionellen Pflegekarriere des Lernens und ermöglicht interessante Erfahrungsfelder. Freiwillig Registrierte wissen das bereits.

Franziska Rahmel
Geschäftsführerin der Registrierung beruflich Pflegender GmbH (RbP), Geschäftsführerin DBfK Regionalverband Nordost

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Viele Pflegende sind freiwillig registriert und weisen uns regelmäßig ihre Fort- und Weiterbildungen nach. Egal welchen Abschluss sie einmal absolviert haben, ob nun in der Alten- oder Krankenpflege, sie haben längst erkannt, dass eine regelmäßige Fort- und Weiterbildung für sie wichtig ist. Die Felder der Pflege sind heute so breit gefächert, dass es ohne diese auch nach einer Grundausbildung nicht geht. Daher ist der generalistische Ausbildungsansatz, mit der Möglichkeit Schwerpunkte zu setzten, ein wichtiger Anfang einer vielseitigen professionellen Pflegekarriere des Lernens und ermöglicht interessante Erfahrungsfelder. Freiwillig Registrierte wissen das bereits.


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Frank Vilsmeier 

Eine grundständige, generalistische Qualifikation vermittelt Kompetenzen in den unteilbaren Feldern der beruflichen Pflege. Die darauf aufbauende, kontinuierliche Kompetenzerhaltung unterstützt mit Fort- und Weiterbildung die Spezialisierung im jeweiligen Aufgabenfeld. Effiziente und wirksame Qualifikation der beruflichen Pflege – darum geht es! 

Frank Vilsmeier (RbP)
Pflegedienstleitung, Vorsitzender des Pflegerates Schleswig-Holstein

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Pflegequalität ist nicht teilbar: Die Bedingungen und Anforderungen in der Alten- und Krankenhauspflege sind nicht mehr voneinander zu trennen. Die sozialpflegerische Kompetenz der Altenpflege ist im Krankenhaus und die medizinische Kompetenz der Krankenpflege ist in den Pflegeeinrichtungen inzwischen unverzichtbarer Bestandteil der Aufgabenstellungen. Eine grundständige, generalistische Qualifikation vermittelt Kompetenzen in den unteilbaren Feldern der beruflichen Pflege. Die darauf aufbauende, kontinuierliche Kompetenzerhaltung unterstützt mit Fort- und Weiterbildung die Spezialisierung im jeweiligen Aufgabenfeld. Effiziente und wirksame Qualifikation der beruflichen Pflege – darum geht es! 

 


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Lothar Ullrich

Die generalistische Ausbildung mit der Möglichkeit der Schwerpunktsetzung bietet attraktive Einstiegsmöglichkeiten in das Berufsleben, um die vielen unterschiedlichen Facetten und Anforderungsprofile der Pflege kennenzulernen. Nur so kann der junge Mensch sich für das Fachgebiet entscheiden, in dem er sich weiterentwickeln möchte.

Lothar Ullrich
1.Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e.V. (DGF)

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Um die Attraktivität des Berufes für junge Menschen zu steigern, benötigen wir mehr denn je eine Reform der Ausbildung. 

Professionelle Pflege wird in allen Arbeitsbereichen – ambulant oder stationär – und in allen Altersgruppen – vom Frühgeborenen bis zum Greis – mehr denn je in Zukunft benötigt.

Die generalistische Ausbildung mit der Möglichkeit der Schwerpunktsetzung bietet attraktive Einstiegsmöglichkeiten in das Berufsleben, um die vielen unterschiedlichen Facetten und Anforderungsprofile der Pflege kennenzulernen. Nur so kann der junge Mensch sich für das Fachgebiet entscheiden, in dem er sich weiterentwickeln möchte.

Vor dem Hintergrund vielfältiger Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten und zunehmender Spezialisierungen in der Pflege benötigen wir eine breite gemeinsame Basis innerhalb der Ausbildung.


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Kerstin Freund

Die klassische Aufteilung in Versorgungssektoren und die damit verbundene Trennung der Pflegeausbildung entsprechen nicht den Versorgungsbedarfen. Mit der generalistischen Ausbildung werden zukünftige Pflegekräfte entsprechend den gesundheitlich-pflegerischen Bedarfen und nicht mehr an der Finanzierungslogik des Systems ausgerichtet qualifiziert.

Kerstin Freund
Vorstandsmitglied des Deutschen Pflegeverbands (DPV) e.V.

 

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Das Krankheitsspektrum der Bevölkerung hat sich verändert. Von einst „klassischen Alterserkrankungen“ sind heute auch Kinder betroffen, Intensivpflege findet nicht mehr nur noch im Krankenhaus statt, sondern auch in der eigenen Häuslichkeit oder in Pflegeeinrichtungen. Menschen mit Demenz müssen auch im Krankenhaus angemessen versorgt werden. Die klassische Aufteilung in Versorgungssektoren und die damit verbundene Trennung der Pflegeausbildung entsprechen nicht den Versorgungsbedarfen. Mit der generalistischen Ausbildung werden zukünftige Pflegekräfte entsprechend den gesundheitlich-pflegerischen Bedarfen und nicht mehr an der Finanzierungslogik des Systems ausgerichtet qualifiziert.


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Uwe Kropp

Da wäre sie dann, die ganzheitlichen Sicht. In der Betreuung und Behandlung von Kindern und Jugendlichen, über die Adoleszenz bis zum Erwachsenenalter, die Bedarfe des alten Menschen als Patient im Krankenhaus, Bewohner einer Pflegeinrichtung früh aus dem Krankenhaus zurückverlegt, oder deren Einweisung ins Krankenhaus verhindert, der professionelle Blick wird umfassender.

Uwe Kropp
Pflegedirektor beim Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gGmbH in Berlin

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Eine generalistische Ausbildung bereitet Pflegefachpersonen auf alle Lebensphasen der zu betreuenden Menschen und auf die unterschiedlichen Herausforderungen, die jede dieser Phasen mit sich bringt, vor. Ob es um die altersspezifischen Lebensumstände, oder um Hilfe bei Behinderung und Einschränkungen durch Krankheit geht. 

Der Generalist wird zum Spezialisten. Dies ist kein Widerspruch, sondern die Chance dieser Ausbildung.


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Monika Pöhlmann

In der Zukunft wird es nicht mehr die Pflege im Altenheim und die Pflege im Krankenhaus geben, da sich Aufgaben- und Handlungsfelder über die Versorgungssektoren hinweg bedingen werden.

Monika Pöhlmann
Vorsitzende des Katholischen Pflegeverbands e.V.

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Die generalistische Ausbildung in der Pflege trägt dazu bei, die Herausforderungen und Chancen des demographischen Wandels zu gestalten, sie fördert die Anerkennung und Wertschätzung des Berufes, sie steht im Kontext der pflegeberuflichen Bildung in Europa und ermöglicht eine Mobilität im Berufsfeld Pflege.

Wir sehen in der generalistische Pflegeausbildung eine Ausbildung, die eine grundständige Basisqualifikation zur Umsetzung einer professionellen Pflege ermöglicht und einen zentralen Beitrag zur Förderung einer Versorgungsektoren-übergreifenden Pflege und Betreuung der Menschen ermöglicht.