Pressemitteilung vom 04.07.2014

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DPR: Berliner Erklärung der CDU/ CSU zur generalistischen Ausbildung zeigt in die richtige Richtung

Der Deutsche Pflegerat (DPR) unterstützt die Vorschläge der gesundheitspolitischen Sprecher von CDU/ CSU im Bund und den Ländern für eine optimale Pflege der Zukunft. In ihrer „Berliner Erklärung“ fordern diese zur Steigerung der Attraktivität der Pflegeberufe vor allem ein Pflegeberufegesetz mit einer generalistischen Ausbildung und einer darauf folgenden Spezialisierung für die Alten-, Gesundheits- und Kranken- sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege.

 „Der Weg zu einer einheitlichen Ausbildung der Pflegeberufe ist der richtige Weg“, betonte Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, heute in Berlin. Der Pflegeberuf wird dadurch attraktiver und durchlässiger, das gesellschaftliche Ansehen des Berufs steigt dadurch. Zudem erhöhe dies die Einsatzmöglichkeiten künftiger Pflegefachpersonen. „Den größtmöglichen Nutzen für die Pflegenden und die Pflege erhalten wir jedoch erst dann, wenn die Spezialisierungen nach der beruflichen Qualifizierung einsetzt“, stellt Westerfellhaus die enorme Bedeutung einer umfassenden generalistischen Ausbildung klar.

 Weiter sieht es der Präsident des Deutschen Pflegerats als „sehr positiv“ an, dass sich die CDU/ CSU in ihrer Berliner Erklärung ausdrücklich zu einer ausreichenden Personalausstattung und zu einer angemessenen Bezahlung der Fachkräfte in der Pflege bekennt und hierfür die erforderlichen Mittel einfordert.

 „Die finanziellen und strukturellen Rahmenbedingungen aller professionell Pflegenden müssen zügig verbessert werden“, fordert Westerfellhaus. Für die angemessene Bezahlung in der Pflicht sieht er vor allem die Pflegekassen und Sozialhilfeträger. „Springen sie über ihren Schatten und sorgen sie dafür, dass die finanziellen Mittel für eine bessere Bezahlung der Pflegenden zur Verfügung stehen.

 Die unverzichtbare Aufwertung der Pflegeberufe könne durch die Einrichtung einer Pflegekammer flankiert werden. Die CDU/ CSU setze auch hier die richtigen Eckpunkte, weist der Präsident des Deutschen Pflegerats hin. Dabei gelte es jedoch keineswegs abzuwägen, ob eine Pflegekammer gegründet werden müsse. „Für die professionell Pflegenden und deren weiteren berufsständischen Entwicklung ist eine Pflegekammer ein unverzichtbares Element“, lässt Westerfellhaus keine Zweifel an der Bedeutung einer solchen berufsständischen Vertretung aufkommen.

 

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